AGFAM

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker - wie interprofessionelle Zusammenarbeit gelingen kann

Kategorie
Live Webinar
Kurs-Nr
A115-26-01
Datum
Fr., 23.10.2026
08:30 - 16:30
Lead

Wie schön liest sich dieser Satz – beinhaltet er doch das, was man sich heute im Rahmen einer multimedikamentösen Therapie wünscht: Aufgeklärte PatientInnen lesen (und verstehen vielleicht?) die Packungsbeilage, ÄrztInnen, ApothekerInnen (und Spitex!) geben abgestimmt Auskunft und alle zusammen tragen dazu bei, dass die Therapiesicherheit gewährleistet ist. Wird interprofessionelle Zusammenarbeit optimal gelebt, kann sie signifikant zur Medikationssicherheit und dadurch zur Patientensicherheit beitragen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht von interprofessioneller Zusammenarbeit, wenn unterschiedliche Berufsgruppen im Gesundheitssystem mit PatientInnen zusammenarbeiten, mit dem gemeinsamen Ziel, die beste Qualität der Versorgung für PatientInnen zu erreichen. Diese Menschen nennt die WHO „Health Worker“, also Menschen, die für die Gesundheit arbeiten – unabhängig davon, ob sie den ÄrztInnen, ApothekerInnen, Pflegefachfachpersonen, PsychologInnen, PhysiotherapeutInnen, AltenpflegerInnen, oder einer anderen Profession angehören. Wichtig ist, dass es den Fachkräften gelingt, gemeinsam eine Verbesserung des Gesundheitszustandes der PatientInnen zu erreichen. Wie weit sind wir heute von diesem Ziel entfernt? ExpertInnen setzen auf interprofessionelle Programme bereits in der Ausbildung der Studierenden, um die Zusammenarbeit der Professionen nachhaltig zu unterstützen . Zahlreiche Untersuchungen, darunter auch in der Schweiz , belegen, dass die Kommunikation zwischen den Berufen eine besondere Herausforderung ist.

Ziel

Am Ende dieser Fortbildung werden Sie:

  1. Verstehen und wiedergeben können, was interprofessionelle Zusammenarbeit bedeutet im Gegensatz zu multiprofessioneller und interdisziplinärer Zusammenarbeit
  2. Ihre (digitale) ambulante interprofessionelle Zusammenarbeit planen
  3. Gemeinsame, patientenzentrierte Zielfindungen herbeiführen
  4. Teambildungsmassnahmen auf die interprofessionelle Zusammenarbeit anwenden
Inhalt
  1. Analoge und digitale Kriterien für den Erfolg interprofessioneller Zusammenarbeit
  2. Methode der Rollenaufteilung im interprofessionellen Team (RACI-Matrix und andere Tools)
  3. Formen gelingender interprofessioneller Zusammenarbeit – koordinativ, projekthaft, ko-kreativ
  4. Vertrauensbildung im interprofessionellen Team: Vorurteile, Hindernisse und Barrieren in der interprofessionellen Zusammenarbeit erkennen und abbauen
  5. Arbeitsabläufe, Abstimmungsprozesse und Möglichkeiten der Erfolgskontrolle
  6. Besprechung von vier Fällen: Die TeilnehmerInnen bringen je eine Fallbeschreibung mit, in der interprofessionelle Zusammenarbeit missglückt, besonders gelungen oder anderweitig für die übrigen Teilnehmer interessant ist. Im Kurs werden wir abstimmen, welche vier Fälle besprochen werden. Bitte senden Sie eine kurze Beschreibung Ihres Falls bis spätestens am 18. Oktober 2026 an jeannetteplessl@agfam.ch

Die Teilnehmerzahl ist limitiert.

Methode:
Theoretische Inputs, Demonstrationen, praktische Übungen und Diskussionen wechseln sich ab.

Zielpublikum:
ApothekerInnen mit Erfahrung in der Patientenberatung

Referenten

Dr. Anna Laven, Apothekerin und Expertin für Apothekenkommunikation, Geschäftsführerin von Pharmabrain, einem deutschen Unternehmen, das sich auf die medizinische und pharmazeutische Weiterbildung im Live- und Online-Bereich spezialisiert hat, https://www.researchgate.net/profile/Anna_Laven.

Wichtige Links

Zur Webseite

pharmaSuisse Identifikation
208504
Rolle
R3
FPH-Punkte
50.00
Akkreditiert für
Fort- und Weiterbildung: Offizinpharmazie
Klinische Pharmazie
Spitalpharmazie
Preis
CHF 500.00
Freie Plätze
Verfügbare Plätze: 48
Kursort
Live Webinar
ONLINE