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Trilogie Interaktionen Modul 3: Total Pain Total Pharmacology: die Herausforderung der polypharmakologischen Interaktionen bei neuropathischen Schmerzen meistern

Kategorie
Webcast
Kurs-Nr
D410-22
Lead

Dieser Webcast ist der dritte und letzte Teil der «Trilogie der Interaktionen - eine pharmazeutische Leidenschaft» (siehe Beschreibung des gesamten Lehrgangs L151-22)

Die drei Webcasts der Trilogie können unabhängig voneinander gebucht werden, bilden zusammen aber eine sinnvolle Einheit und können als Gesamtpaket als Lehrgang L151-22 zum Vorzugspreis von CHF 320.00 anstelle von CHF 360.00 gebucht werden.

Als krönender Abschluss der Trilogie werden die in den ersten zwei Modulen vermittelten Konzepte am Beispiel der komplexen Behandlung von neuropathischen Schmerzen praktisch umgesetzt, im Rahmen derer es oft zu Interaktionen kommen kann.

Die Behandlung von Nervenschmerzen gestaltet sich bekannterweise oft schwierig und erfordert Geduld beim Patienten wie beim Arzt. Sie soll die Beschwerden lindern, bis sich die geschädigten Nerven weitgehend erholt und neu aufgebaut haben. Es werden unterschiedliche Wirkprinzipien angewendet, darunter häufig die Kombinationsbehandlung mit verschiedenen Medikamenten, die den Nervenschmerz über unterschiedliche Wirkmechanismen lindern wie Opioide, Koanalge-tika (Amitriptylin, Duloxetin), Anxiolytika (SSRI, Pregabalin), Antiphlogistika (Prednisolon, COX-Inhibitoren), Hypnotika und Tranquilizer (Z-Substanzen, Benzodiazepine, Neuroleptika) und vielleicht auch – sinnvollerweise! – medizinische Cannabinoide (THC, CBD). Die Behandlung mit mehreren Arzneimitteln bedeutet aber ein erhöhtes Risiko von unerwünschten Wirkungen und Arz-neimittelwechselwirkungen wie Serotonin-Syndrom, QT-Zeitverlängerung, Einschränkung der Nierenfunktion, zentralnervöse Störungen (Motorik, Kognition) oder kardiovaskuläre Störungen (Erhöhung von Vor- und Nachlast, Tachykardisierung), von Interaktionen via CYP450 ganz zu schweigen. Ein therapeutischer Nihilismus ist aber überhaupt nicht angebracht. Vielmehr gilt es, die möglichen Risiken zu kennen und mit entsprechenden Massnahmen möglichst zu verringern, sowie sich anbahnende Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben.

Ziel

Die TeilnehmerInnen

  • kennen die Ziele und Herausforderungen der medikamentösen Behandlung von neuropathischen Schmerzen
  • erkennen anhand von Fallbeispielen mögliche medikamentenbezogene Probleme und erarbeiten patientengerechte Lösungen
  • informieren die KundInnen so, dass Adhärenz und Sicherheit gewährleistet sind
Inhalt
  • Ziele und Herausforderungen der medikamentösen Therapie neuropathischer Schmerzen
  • Beurteilung der Risiken im Rahmen der Rezeptvalidierung
  • Patientenzentrierte Lösungsstrategien zur Verminderung der Risiken
  • Kommunikation mit dem Arzt und dem Patienten
Referenten

Prof. Dr. med. Thomas Herdegen, Institut für Klinische und Experimentelle Pharmakologie, Uni-versitätsklinikum Kiel

Dauer Akkreditierung

18.07.2026

pharmaSuisse Identifikation
206873
Rolle
R1
FPH-Punkte
12.50
Akkreditiert für
Fort- und Weiterbildung: Offizinpharmazie
Preis
CHF 120.00
Kursort
Webcast