Trilogie Interaktionen Modul 2: Kaliumhaushalt im Blick und Risikoeinschätzung der COX-Inhibitoren
- Kategorie
- Webcast
- Kurs-Nr
- D405-22
- Lead
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Dieser Webcast ist der zweite Teil der «Trilogie der Interaktionen - eine pharmazeutische Leidenschaft» (siehe Beschreibung des gesamten Lehrgangs L151-22)
Die drei Webcasts der Trilogie können unabhängig voneinander gebucht werden, bilden zusammen aber eine sinnvolle Einheit und können als Gesamtpaket als Lehrgang L151-22 zum Vorzugspreis von CHF 320.00 anstelle von CHF 360.00 gebucht werden.
Veränderungen des Kaliumhaushalts gehören zu den häufigsten Elektrolytstörungen, die als Nebenwirkung einer Arzneitherapie, aber auch durch andere Ursachen entstehen können. Bei der Beratung in der Apotheke ist besondere Vorsicht geboten. Denn Kalium spielt im menschlichen Organismus eine wichtige Rolle, und veränderte Kaliumspiegel bedeuten ein erhöhtes Risiko für Komplikationen wie QT-Zeitverlängerung bei Hypokaliämie (Modul 1) – zum Teil mit gravierenden Folgen für den Patienten. Besonders bei Patienten mit Multimedikation sind ein Interaktionscheck sowie Hinweise zu Ernährung, Nahrungsergänzungsmitteln und sog. Sick-day-Rules wichtig, um Störungen des Kaliumspiegels zu vermeiden oder früh zu erkennen. Problematisch werden die Warnungen vor Kombinationen, die gleichzeitig erste Wahl in den Leitlinien sind wie ACE-Hemmer/Sartane und MR-Antagonisten. ACE-Hemmer/Sartane und Diuretika – sich im Kalium-Risiko neutralisierend und millionenfach im Alltag verordnet – werden zu neuen red flags, wenn COX-Inhibitoren verschrieben oder OTC abgegeben werden. Was ist dran am Vigilanz-Hype des «triple whammy»? Das führt zu den kardiovaskulären Risiken der COX-I, die – als Folge der Kontraindikationen – auch die OTC-Abgabe limitieren. Wie ist das mit einer Tablette Diclofenac gegen den Rückenschmerz bei einem Kunden mit leichter Herzinsuffizienz? Der kardiale «Risiko-Hund» liegt häufig in der Niere begraben, deshalb die gemeinsame Besprechung dieser Interaktionsgebiete in diesem Seminar. Abgerundet werden die Interaktionen der COX-I mit der Beratung bei gastrointestinalen (Blutungs-) Risiken und der sinnvollen Abgabe von PPI.
In diesem Webcast gewinnen Sie Sicherheit im Umgang mit Arzneimitteln, welche den Kaliumhaushalt beeinflussen und können die kardiovaskulären Risiken der COX-Hemmern im klinischen Kontext einschätzen und mit entsprechenden Massnahmen vermindern.
- Ziel
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Die TeilnehmerInnen
- kennen mögliche Ursachen für Störungen des Kaliumhaushalts und ihre Folgen für Herz und Muskulatur
- wissen welche Arzneimittel einen Einfluss auf den Kaliumhaushalt haben und können die damit verbundenen Risiken richtig einschätzen
- erkennen anhand von verschiedenen Beispielen aus der Praxis die Risiken für Störungen des Kaliumhaushalts, können diese korrekt bewerten und patientengerechte Lösungen anbieten
- kennen die Mechanismen der unerwünschten Nebenwirkungen der COX-Hemmer an den Nieren und dem Herzen
- können die Risiken der COX-Hemmer im klinischen Kontext gewichten und entsprechende Vorsichtsmassnahmen empfehlen
- informieren die KundInnen so, dass Adhärenz und Sicherheit gewährleistet sind
- Inhalt
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- Ursachen und Folgen von Kaliumhaushaltstörungen
- Arzneimittel, die den Kaliumhaushalt beeinflussen
- Beurteilung der klinischen Relevanz im Rahmen des Interaktionsprüfung
- Lösungsstrategien
- Kommunikation mit dem Arzt und dem Patienten
- Unerwünschte Wirkungen von COX-Hemmern und Risikoeinschätzung im klinischen Kontext
- Patientengerechte Massnahmen zu Verminderung der Risiken einschliesslich interaktionsgerechter Abgabe von PPI
- Referenten
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Prof. Dr. med. Thomas Herdegen, Institut für Klinische und Experimentelle Pharmakologie, Uni-versitätsklinikum Kiel
- Dauer Akkreditierung
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18.07.2026
- pharmaSuisse Identifikation
- 206872
- Rolle
- R1
- FPH-Punkte
- 12.50
- Akkreditiert für
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Fort- und Weiterbildung: Offizinpharmazie
Spitalpharmazie
Klinische Pharmazie
- Preis
- CHF 120.00
- Kursort
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Webcast